Aluminium passivieren mit SurTec 650
Chemische Passivierungen für Luftfahrt, Verteidigung und Industrie

Korrosionsschutz

Elektrisch Leitfähig

Guter Haftgrund

WIR SCHÜTZEN DIE BESCHÜTZER
Oder zumindest die Materialien der Fahrzeuge. Wir passivieren Ihre Aluminiumkomponenten konform der geltenden Luftfahrt- und Militärstandards. Die Passivierung erzeugt eine dünne, dichte Konversionsschicht, die einen zuverlässigen Korrosionsschutz bietet – bei nahezu vollständigem Erhalt der Maßhaltigkeit. Da die elektrische Leitfähigkeit der Oberfläche dauerhaft erhalten bleibt, eignet sich die Passivierung besonders für elektrische Kontaktflächen und Erdungsverbindungen. Die SurTec-Schichten wirken als Haftvermittler für nachfolgende Lackierungen, wobei der Korrosionsschutz eine mögliche Unterwanderung nachhaltig verhindert.

Weil wir es können.
Da die SurTec-Schichten praktisch unsichtbar sind, ist ein 100%ige Prozessführung unabdingbar. Eine mangelhaft ausgeführte Beschichtung zeigt sich in der Regel erst als Spätfolge beim Einsatz. Vertrauen ist gut – perfekte Arbeit hingegen zwingend erforderlich! Es kommen die gleichen Qualitätsstandards wie in unseren Anodisationabteilungen zum Einsatz!
Das Passivierungs-Verfahren:
Aluminium passivieren mit SurTec 650
Die Passivierung von Aluminium und Aluminiumlegierungen mit SurTec 650 ist ein modernes chemisches Konversionsverfahren zur Erzeugung einer sehr dünnen, fest mit dem Grundwerkstoff verbundenen Schutzschicht. Das Verfahren ersetzt Chrom VI durch dreiwertigen Chrom. Dadurch verbindet SurTec 650 hohe technische Leistungsfähigkeit mit den heutigen Anforderungen an Umwelt- und Arbeitsschutz. Durch die chemische Reaktion mit der Aluminiumoberfläche entsteht vielmehr eine sehr dünne Konversionsschicht. Die Oberfläche bleibt dadurch weitgehend maßhaltig und behält ihren metallischen Charakter.


Eigenschaften von SurTec 650 passivierten Aluminium:
Korrosionsschutz
Eine der wichtigsten Aufgaben der SurTec 650-Passivierung ist der Schutz von Aluminiumbauteilen gegen Korrosion. Die Konversionsschicht reduziert den direkten Kontakt der Aluminiumoberfläche mit korrosiven Medien und erhöht damit die Beständigkeit des Bauteils gegenüber Umwelteinflüssen. SurTec 650 kann deshalb sowohl als eigenständiger Korrosionsschutz als auch als Bestandteil eines mehrschichtigen Korrosionsschutzsystems eingesetzt werden. Gerade bei komplexen, maßhaltigen oder dünnwandigen Bauteilen ist die geringe Schichtdicke ein wesentlicher Vorteil.
Haftvermittlung vor Lackierung und Beschichtung
Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist die Vorbehandlung von Aluminium vor einer anschließenden Lackierung, Pulverbeschichtung oder anderen organischen Beschichtungssystemen. Die chemisch erzeugte Konversionsschicht schafft eine definierte Oberfläche mit massiv erhöhter Haftung. Dadurch wird die Verbindung mit nachfolgenden Beschichtungen deutlich verbessert und gleichzeitig das Risiko einer Unterwanderung des Lackes durch Korrosion reduziert. (Filiform-Korrosion)
Elektrisch leitfähige Oberflächen
Ein besonderer Vorteil gegenüber vielen anderen Schutzschichten ist die Möglichkeit, mit SurTec 650 korrosionsgeschützte und gleichzeitig dauerhaft elektrisch leitfähige Aluminiumoberflächen herzustellen. Eine unbehandelte Aluminiumoberfläche bildet an der Luft sehr schnell eine natürliche Oxidschicht. Diese ist elektrisch vergleichsweise schlecht leitfähig und kann zu schwankenden Kontaktwiderständen führen.

Klassische anodische Oxidschichten sind aufgrund ihrer elektrischen Isolation für Kontaktstellen ungeeignet. SurTec 650 ermöglicht dagegen einen Korrosionsschutz bei gleichzeitig niedrigem elektrischem Kontaktwiderstand. Der Hersteller nennt für das Verfahren einen Kontaktwiderstand von < 5.000 µΩ pro square inch.
Bedeutung für Luftfahrt und Militärtechnik
Chemische Konversionsschichten auf Aluminium besitzen seit Jahrzehnten eine große Bedeutung im Flugzeugbau sowie in militärischen Anwendungen. Hier werden hohe Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit, Lackhaftung, Prozesssicherheit und – bei entsprechenden Bauteilen – elektrische Kontaktfähigkeit gestellt. Eine zentrale militärische Spezifikation ist die MIL-DTL-5541 – „Chemical Conversion Coatings on Aluminum and Aluminum Alloys“. Die Spezifikation ist weiterhin aktiv; die aktuelle Validierung der Revision F erfolgte 2024. Die MIL-DTL-5541 unterscheidet unter anderem:
Type I: Verfahren mit sechswertigem Chrom (Cr(VI))
Type II: Verfahren ohne sechswertiges Chrom
SurTec 650 gehört aufgrund seiner Cr(VI)-freien Chemie zur Gruppe Type II.
Zusätzlich unterscheidet die Norm zwei wichtige Funktionsklassen:
Class 1A – maximaler Korrosionsschutz
Diese Klasse ist für einen hohen Korrosionsschutz vorgesehen und kann sowohl für unlackierte Oberflächen als auch als Vorbehandlung für anschließend lackierte Aluminiumbauteile eingesetzt werden.
Class 3 – Korrosionsschutz bei niedrigem elektrischem Widerstand
Diese Klasse ist insbesondere für elektrische und elektronische Anwendungen vorgesehen, bei denen neben dem Korrosionsschutz ein möglichst geringer elektrischer Kontaktwiderstand gefordert wird.
Für SurTec 650 gilt eine Zulassung nach MIL-DTL-81706B für Class 1A und Class 3. Damit eignet sich das Verfahren insbesondere für Anwendungen, bei denen die Anforderungen der MIL-DTL-5541 an entsprechende chemische Konversionsschichten gefordert werden. Eine weitere wichtige Spezifikation aus dem Luftfahrtbereich ist SAE AMS 2473 – „Chemical Film Treatment for Aluminum Alloys – General Purpose Coating“. Die Norm beschreibt Anforderungen an chemische Konversionsschichten auf Aluminiumlegierungen. Die derzeit aktuelle Ausgabe ist AMS2473K, veröffentlicht im Mai 2025.
Details zur Passivierung
- Korrosionsschutz
- Elektrisch Leitfähig
- Guter Haftgrund
- Werkstoffe:
- Maßverhalten:
- Schichtstärke:
- Übergangswiderstand:
Die Konversionsschichten lassen sich praktisch auf allen gängigen Aluminium-Knetlegierungen bilden.
Anders als beim Eloxal führt die Passivierung zu keinem messbaren Schichtwachstum über die Grundfläche hinaus (siehe Skizze oben). Da die Passivierschicht nur einen Bruchteil eines Mikrometers dünn ist, bleibt das Rohmaß nach der Behandlung praktisch unverändert – ein zusätzliches Aufmaß in der Konstruktion ist im Gegensatz zum Eloxal nicht erforderlich.
Die typischen Schichtstärken liegen beim SurTec 650 bei 80-100nm, also <1µm.
Statt einer Schichthärte wie beim Eloxal ist bei der Passivierung der elektrische Übergangswiderstand die maßgebliche Kenngröße, da die Schicht – anders als die isolierende Eloxalschicht – leitfähig bleiben soll. Je nach Verfahren und Norm (z. B. MIL-DTL-81706B) werden Werte von deutlich unter 35 mOhm·cm² erreicht.
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